Homöopathin für Hunde und Pferde
Homöopathin für Hunde und Pferde
Osteopathin / Verhaltenstherapeutin
Osteopathin / Verhaltenstherapeutin

Kontakt

Osteopathie und Akupunktur

für Pferde und Hunde

Solveig Bechtold

Hauptstr. 115

65375 Oestrich-Winkel

 

Telefon

+49 170 4812483


E-Mail

pferdeosteopath.

akupunktur@gmail.com

 

Sprechzeiten nach Vereinbarung und zwischen 8 Uhr und 20 Uhr

 

Fogender Auszug aus meinem Büchlein 3***Sterne Ernährung für Hunde, Katzen und Pferde ist mein geistiges Eigentum und darf nur zu privaten Zwecken, nicht aber an Dritte weitergegeben oder vervielfältigt werden. Möchten Sie zu Unterrichtszwecken die Texte nutzen oder die Rezepte bei Ihren Therapien in Ihrer Praxis anwenden, bekommen Sie bei mir die Erlaubnis gegen ein geringes Entgelt.

 

V O L L W E R T E R N Ä H R U N G

 

F Ü R

 

P F E R D E  H U N D E  K A T Z E N

 

 

 

 

Text zu Foto: Foto Toischel. El Sareei Namib, Vollblutaraberrapphengst

 

 

mit Rezepten für Frischfutter, die alles enthalten, was das Tier braucht

   

INHALT

 

 

 

 

1 ). GRUNDLAGEN ZUM ALLGEMEINEN VERSTÄNDNIS VON VOLLWERTERNÄHRUNG 3

- bitte zum besseren Verständnis der Gründe für Frischfutterernährung

auch für Hunde und Katzen mitlesen -

 

 

 

2 ). PFERDE 9

 

1. Weideführung 9

2. Heu- + Strohfütterung 12

3. Zusammensetzung des Kraftfutters 1 SOMMERFÜTTERUNG 13

2 WINTERFÜTTERUNG 15

3 ZUCHTPFERDE / LEISTUNGSPFERDE 16 4 DISTANZPFERDE / VIELSEITIGKEITSPFERDE 18

4 . Zahngesundheit 19

5 . Wurmkuren 21

6 . Impfungen 22

 

 

 

 

3). HUNDE 24

 

1. Evolutionsgeschichte / Zivilisationskrankheiten 24

2. Natürliche Fütterung 27

3. Wurmkuren / Impfungen 30

 

 

 

 

4). KATZEN 32

 

1. Evolutionsgeschichte / Zivilisationskrankheiten 32

2. Artgemäße Fütterung 34

 

 

 

5). ZUR AUTORIN 35

 

 

----------------------------------------------------------------------------

 

1). GRUNDLAGEN ZUM ALLGEMEINEN VERSTÄNDNIS VON VOLLWERTERNÄHRUNG

 

Das Wort Vollwerternährung heißt Nahrung mit dem vollen Wert.

Nahrung hat dann ihren vollen Wert, wenn der Organismus alles in ihr vorfindet, was er zum Gesundbleiben und zur Energiegewinnung braucht.

Das bedeutet, der Organismus ist nur dann, wenn er alle Bausteine und Hilfsmittel hat, in der Lage, sich vor Infektionskrankheiten, „Verschleiß“ an Knochen und Sehnen, Ablagerungen in Blutgefäßen oder Gelenken, Wurmbefall usw. zu schützen.

Ein lebendiger Organismus braucht viele verschiedene Nahrungsbestandteile wie Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren, Aromastoffe, Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett usw.

Fehlt einer dieser Bestandteile, kann der Organismus seine Arbeit nicht vollwertig erledigen. Dann treten Störungen auf wie z.B. Krankheiten.

 

Stellen Sie sich vor, ein Haus wird gebaut. Dazu braucht man Steine, Mörtel, Holzbalken, Dachziegel, Schrauben, Nägel usw.. Stellen Sie sich weiter vor, einer dieser Bestandteile wäre nicht lieferbar. Was würde passieren?

Mörtel ohne Zement würde zum Beispiel, wenn die Bauarbeiten überhaupt fortgesetzt würden, das Haus früher oder später zum Einsturz bringen. Genauso wären fehlende Nägel der Grund, warum das Dach nicht gedeckt werden könnte.

 

Mit dem menschlichen oder tierischen Organismus ist es genauso; fehlt ein bestimmter Vitalstoff (Vitamine, Enzyme Mineralien, Spurenelemente, ungesättigte Fettsäuren, Aromastoffe und Faser- oder Ballaststoffe) kann der Körper, so sehr er sich auch bemüht, seine Arbeit nicht ordentlich verrichten und bekommt gesundheitliche Probleme.

 

Weiterhin müssen die „Bauteile“ eine bestimmte Qualität haben, um einwandfrei verwertet werden zu können. Bei unserem Beispiel mit dem Hausbau wären z.B. mehrfach gebogene Nägel oder schon mal nass gewordener Zement unbrauchbar. Im Gegenteil; man müsste auch noch den gelieferten Schrott wieder beseitigen, was zusätzlich Arbeitskraft kosten würde.

 

Auf unseren Organismus übertragen heißt das, Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Eiweiß u.s.w. müssen so natürlich wie möglich gegessen werden. Jede Veränderung, wie z.B. Kochen, Bedampfen (Pardon, die Futtermittelindustrie nennt das „thermisch aufgeschlossen“), lange Lagerzeiten, Einkochen, Heißtrocknung, Pasteurisieren, Homogenisieren usw. macht aus geraden Nägeln krumme und aus trockenem Zement nassen Zement.

 

LASST UNSERE NAHRUNG SO NATÜRLICH WIE MÖGLICH ist der von Prof. Dr. Werner Kollath gekürte Satz, der, würden wir uns danach richten, das Schreiben dieser Broschüre überflüssig machen würde.

 

Wie würden unsere Tiere leben, wenn es keine Zivilisation gäbe? Würden sie ihre Nahrung kochen oder roh, ganz und unerhitzt verzehren?

Wie hat sich im Laufe der Evolution ihr Verdauungssystem an das vorhandene Nahrungsangebot angepasst?

Das sind die Fragen, die wir uns stellen müssen, um ein Tier artgemäß und optimal zu ernähren.

 

Professor Kollath unterscheidet bewusst zwischen Lebensmitteln und Nahrungsmitteln. Lebensmittel sind gekennzeichnet durch ihren Gehalt an biologischen Wirkstoffen, durch Lebendigkeit, Frische, Zellatmung und Zellaktivität.

Durch Erhitzung werden die enthaltenen Fermente, Vitamine, Aroma- und Duftstoffe vernichtet oder im Wert herabgesetzt. Das Verhältnis der Vitamine untereinander wird durch die unterschiedliche Hitzeempfindlichkeit verschoben. Auch das ursprüngliche Verhältnis der Mineralsalze wird durch ihre unterschiedliche Löslichkeit zueinander verändert .

 

Aus einem gekochten Hühnerei lässt sich kein Küken mehr ausbrüten. Sie können es garantiert tagelang versuchen und sich den Hintern wundsitzen, Sie werden keinen Erfolg haben.

Warum ist da so ein großer Unterschied zwischen der biologischen Wertigkeit von rohem oder gekochtem Eiweiß?

Nun, wenn Sie ein rohes mit einem gekochten Ei vergleichen, stellen Sie fest, rohes Eiweiß ist relativ flüssig, gekochtes hingegen schnittfest; das Eiweiß ist denaturiert. Weiter stellen Sie fest, aus einem gekochtem Ei schlüpft kein Küken mehr.

 

Das heißt also, erhitztes tierisches Eiweiß hat für den Organismus nicht mehr dieselbe biologische Wertigkeit wie rohes. Ein zu hoher Verzehr von erhitztem Eiweiß führt zu Ablagerungen auf der Basalmembran der Kapillaren weil der Körper den Eiweißüberschuss nicht so schnell abbauen kann, wie er wieder zugeführt wird.

Was daraus entsteht, ist Ihnen bekannt: Durch die Verengung der kleinen Blutgefäße Arteriosklerose, Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Herzinfarkt. In den Gelenken kann nicht mehr genug Synovia (Gelenkschmiere) gebildet werden weil diese aus den Kapillaren ausgeschieden wird - Arthritis und Arthose sind die Folge. Gicht und Rheuma sind ebenfalls Krankheiten deren Ursache Ablagerungen und Durchblutungsstörungen sind.

 

Wer nur von erhitzter Nahrung lebt, kann nicht gesund bleiben. Das Vorhandensein biologischer Wirkstoffe, wie sie in der unerhitzten Frischkost vorkommen, ist für die gesunden Stoffwechselabläufe zwingend“, schreibt Dr. M. O. Bruker in seinem Buch „Unsere Nahrung, unser Schicksal“(emu-Verlag).

Außerdem hat Prof. Kollath dies in exakten, über Jahrzehnte angelegten Tierfütterungsversuchen nachgewiesen.

 

Auch die Zufütterung von Vitamin und Mineralstoffpräparaten kann nicht viel verbessern, denn diese Präparate enthalten nur die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe, aber keine zur Verarbeitung derselben notwendige Enzyme und Begleitstoffe. Außerdem verschieben sie das natürliche Verhältnis der einzelnen Vitalstoffe untereinander, so daß sich ein Mangel an einem anderen Vitalstoff noch stärker ausprägen kann. Zum Beispiel führt ein falsches Calcium-Phosphor Verhältnis zu Instabilität des Knochengerüstes, Ca-Überschuss zu Störungen der Skelettmineralisierung bei Fohlen, Hunden und Katzen, Ph-Überschuss zu Darmsteinbildung (Helmut Meyer / Pferdefütterung / Paul Parey Verlag). Überhöhte Vitamin A-Gaben können zu Ataxien, Depressionen, gesenktem Muskeltonus und rauhem Haarkleid führen. (s.o.)

 

Auf unsere Haustiere bezogen heißt das :

ERHITZTE FUTTERMITTEL SIND DER GARANT FÜR EIN GUTES EINKOMMEN DER TIERÄRZTE!

 

Aber es kommt noch schlimmer: Futtermittel werden ja aus einem bestimmten Grund erhitzt, nämlich, um die Haltbarkeitsdauer zu erhöhen. Rohes Fleisch, frisches Gemüse oder unbedampfte und geflockte Getreidekörner sind natürlich wesentlich kürzer haltbar als eingekochtes (Büchsenfutter) oder mit Hitze getrocknetes (Trockenfutter, Pferdefutter) Futter.

 

 

Sie als Verbraucher des industriell hergestellten Tierfutters haben vier Kriterien, nach denen Sie beim Kauf der Futters entscheiden:

 

  1. D e r P r e i s

     

 

  1. D a s V e r t r a u e n i n d i e K o m p e t e n z d e s F u t t e r m i t t e l h e r- s t e l l e r s

(„Die wissen genau, was ein Hund, Pferd, Katze braucht, ich dagegen nicht so genau“.)

 

  1. B e q u e m l i c h k e i t

    (kein getrenntes Einkaufen der einzelnen Futterelemente, kein Informationsstress, wie denn nun die genaue Zusammensetzung des Futters aussehen müsste, damit alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind, kein Mischen und Anrühren der einzelnen Futterbestandteile. Einfach Sack oder Dose auf, Futter rein, fertig.)

4. L a n g e H a l t b a r k e i t

(Sie würden Sich ganz schön beschweren, wenn Ihr Futter schon nach 4 Wochen Lagerzeit bei Ihnen zu Hause ranzig wäre.)

 

 

Und genau nach diesen Kriterien produzieren und bewerben Futtermittelhersteller ihre Produkte.

 

Gehen wir doch mal im Einzelnen aus der Sicht des Futtermittelherstellers auf die Punkte ein:

 

 

  1. D e r P r e i s :

    Aus Sicht der Futtermittelindustrie heißt das, je günstiger das Produkt, desto mehr wird gekauft, desto größer der Umsatz und desto dicker das eigene Bankkonto. Also produziere ich billig, denn nur dann kann ich günstiger als die Konkurrenz anbieten.

Sparen kann ich prima beim Einkauf und bei der Auswahl der Rohstoffe:

Etwas überaltertes oder angeschimmeltes Getreide, natürlich weit unter Preis, weil es sonst entsorgt worden wäre, etwas genmanipuliertes Soja aus der dritten Welt (die produzieren unser Tierfutter und verhungern, weil sie nicht genug Flächen haben, um ihr eigenes Essen anzubauen), etwas strecken mit spritzmittelverseuchten Orangen- und Zitronenschalen, das gibt mehr Masse, etwas Tiermehl aus medikamentös behandelten, eingegangenen Tieren aller Art und gesammeltes altes Fett aus Frittenbuden ist auch ein toller Zusatz aus „reinem Pflanzenöl“.

Diese Masse wird dann mit künstlichen Vitaminen sowie mit Lockstoffen und Rückständen aus der Zuckerherstellung (Melasse) aufgepeppt, und schon haben wir für die Hunde von heute oder für den „ganzen Kerl“ das Beste, weil billigste Futter.

 

Wenn Sie das nicht glauben, kaufen Sie doch mal die einzelnen Futterkomponenten, von denen Sie annehmen, dass sie in Ihrem Lieblingsfutter drin sind, frisch ein, und vergleichen Sie den Preis mit der gleichen Menge Industriefutter. Sie werden feststellen, dass Sie eher mehr als weniger im Vergleich zum Industriefutter bezahlen.

Gut, der Futtermittelhersteller bekommt im Gegensatz zu Ihnen Rabatte für Abnahme großer Mengen, aber kann der Rohstoffhersteller unter solchem Preisdruck dann noch qualitätsvoll produzieren? Außerdem muss der Futtermittelhersteller von diesem Rabatt auch noch die Löhne seiner Mitarbeiter, die Abschreibung der Fabrik, alle Maschinen zum Zerkleinern, Konservieren, Mischen und Verpacken, Verpackungsmaterialien wie Dosen oder Säcke mit teurer Aufschrift der Werbefirma, Fernsehwerbung, Transportfahrzeuge, seinen Lebensunterhalt, sein Auto, sein Haus, sein Boot sowie die im Durchschnitt 50%ige Marge seines Groß- oder Einzelhändlers finanzieren.

Glauben Sie wirklich, dass der Inhalt seines Futters dann noch genau so hochwertig sein kann wie von Ihnen selbst zubereitetes? Wenn ja, hören Sie sofort auf zu lesen !

 

  1. D a s V e r t r a u e n i n d i e K o m p e t e n z

    d e s F u t t e r m i t t e l h e r s t e l l e r s :

Punkt 2 geht als Kritik an die Tierhalter: Warum wissen Sie nichts über die Nahrungsbedürfnisse Ihres Tieres? Warum überlassen Sie anderen Leuten, die die Liebe, die Sie Ihrem Haustier entgegenbringen, gar nicht teilen, sondern deren Interesse ein guter Lebensstil ist, die Entscheidung darüber, was gut für ihr Tier ist? Da Sie noch immer weiterlesen, wollen Sie das offensichtlich ändern. BRAVO !

 

Keine öffentliche Instanz kontrolliert, was im Futter drin ist oder ob die Werbeaussagen auch wahr sind.

Denken Sie an die Futtermittelskandale der letzten Jahre. Die betrafen alle Futtermittel für Tiere, die der menschlichen Ernährung dienen. Diese werden nämlich kontrolliert, weil ein öffentliches Interesse daran besteht. Für die Haustierfütterung besteht dies aber nicht. Das heißt, dass keine Kontrollen bei den Futtermitteln für Haustiere durchgeführt werden. Wie die Skandale beweisen, kommen sogar trotz Kontrollen immer wieder „schwarze Schafe“ zum Zuge.

 

  1. B e q u e m l i c h k e i t :

    Aus der Sicht des Futtermittelherstellers der wichtigste Punkt, der ihm seine Einnahmen sichert, denn Sie kaufen das „Fertigfutter“ ( Das ist nicht nur fertig, sondern macht uns auch...), um Zeit zu sparen. Diese Zeit investieren Sie dann allerdings wieder, um den Husten oder Schnupfen auszukurieren, feuchte Wickel oder Bandagen anzulegen oder im Wartezimmer des Tierarztes zu sitzen, oder Sie verbringen Ihre Zeit damit, sich zu ärgern, warum Ihr Pferd, Hund, Katze, Meerschweinchen usw. mal wieder krank ist.

Zum Verständnis des Entstehens von Infektionskrankheiten hatte der große Louis Pasteur zu sagen:

DER BAZILLUS IST NICHTS, DAS TERRAIN IST ALLES“

 

4. L a n g e H a l t b a r k e i t :

Eine tolle Sache! Sie müssen nicht ständig zum Kaufmann rennen und frische Futtermittel holen. Das spart Zeit, und Zeit ist Geld und Lebensqualität. Aber auch hier gibt es einen „Pferdefuß“ für die Gesundheit Ihres Lieblings: Die lange Haltbarkeit wird nämlich mit der „Zerstörung“ der meisten Vitalstoffe (Sie erinnern sich an den Hausbau) erkauft. Lange Haltbarkeit erreicht man nur durch Erhitzung, Vakuum, Heißtrocknung oder den Zusatz von Konservierungsstoffen. Dabei geben allerdings nicht nur die zersetzenden Bakterien den Löffel ab, sondern auch die biologisch notwendigen oder lebendigen Inhaltsstoffe der Nahrung, eben die Vitalstoffe. Sie können davon ausgehen, was keiner Bakterie mehr schmeckt, kann auch für Ihren Liebling nicht mehr gut genug sein.

Der Industrie bleibt allerdings gar nichts anderes übrig, als die Futtermittel zu erhitzen und zu konservieren, denn anders geht es nun mal nicht, um Ihnen als Verbraucher eine angenehme Haltbarkeitsdauer zu gewährleisten.

 

Auf einen einfachen Nenner gebracht heißt das :

FÜTTERN SIE NICHTS, WOFÜR WERBUNG GEMACHT WIRD ! Denn das nützt nur dem Hersteller, aber nicht Ihrem Haustier.

Es ist ein tragisches Kapitel menschlicher Geschichte,

dass der Mensch sich so weit hat beeinflussen lassen,

dass er der Nahrung um so mehr traut, je unnatürlicher und künstlicher sie ist,

und dass er sich das Misstrauen zu allen Lebensmitteln,

wie die Natur sie uns beschert,

so fest hat einpflanzen lassen, dass er eher zugrunde geht,

als diese Haltung aufzugeben.

Dass er dieses Misstrauen zur Schöpfung selbst nicht als Unrecht und widersinnig empfindet,

ist ein Zeichen dafür, wie weit er sich durch ständige Fehlinformation seinen Instinkt hat nehmen lassen.“

 

Dieses Zitat stammt von Dr. M. O. Bruker, Internist und langjähriger Streiter für die Vollwerternährung.

 

So, jetzt wissen Sie schon mal genau, was Sie nicht füttern sollen ; aber was füttern wir denn dann statt dessen, und wie stellen wir um?

 

Die Umstellung führen Sie bitte durch langsames Auslaufenlassen der Industrienahrung und gleichzeitiges Einmischen der neuen vitalstoffreichen Vollwertkost innerhalb von etwa 2 Wochen durch.

 

Vor allem bei empfindlichen Hunden, Katzen und Pferden kann es durch die mikrobielle Umstellung des Darms (bei schnellerer Umstellung) zu dünnerem Stuhlgang kommen. Das ist aber normal und kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Außerdem enthält das Industriefutter Lockstoffe, die das Tier so binden, dass es alles andere nicht mehr mag. Ein weiterer Grund ist Gewohnheit und Prägung (im jugentlichen Alter entwickeln sich bestimmte Vorlieben, die besonders bei Katzen später schwer verändert werden können)

Stellen Sie mal ein Kind, das sich bisher am liebsten von Schokolade und Pommes ernährt hat, auf vitalstoffreiche rohe Gemüse- und Obstsalate um, da bekommen Sie auch ohne Lockstoffe genug Probleme.

Also langsames Einmischen in das gewohnte Futter mit täglich steigender Menge.

 

Sollte Ihr Tier schon eine Krankheit haben, wie Hautprobleme, Ekzeme, Allergien, ständige Erkältungen, Infektionskrankheiten aller Art, werden sich die Beschwerden nach ca. 8 Wochen bessern und bald völlig verschwinden.

Der Organismus hat Jahre gebraucht, um durch vitalstoffarme Ernährung krank zu werden, und er braucht auch einige Zeit, um die Schäden zu reparieren und alle Funktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Herz- Kreislauferkrankungen, Lahmheiten, Probleme mit der Wirbelsäule und Knochen, Rheuma, Gicht und Organschäden können sich auch bessern, oder sogar verschwinden, wenn sie noch nicht zu lange bestanden haben und noch keine irreversiblen Schäden entstanden sind.

 

-------------------------------------------------------------------------------

   

2.) PFERDE

 

1.WEIDEFÜHRUNG

 

Pferde sind Wanderwild. Das heißt, in freier Natur, ohne den Einfluss des Menschen, ziehen sie unabhängig von Rasse und Verbreitungsgebiet umher und fressen das, was ihnen, gesteuert durch ihren Instinkt, gerade gut tut und was ihrer Gesundheit förderlich ist. Mit ihren Exkrementen kommen sie nicht in Kontakt, weil sie genügend Möglichkeiten haben, weiterzuziehen und woanders zu grasen. Kraftfutter, Mineralfutter, Wurmkuren, Impfungen und Zahnarztbesuche kennen sie nicht, sind aber trotz dieser eigentlich „tödlichen Versäumnisse“ ausgesprochen vital und ziehen sogar ihre Fohlen ohne 14-tägige Wurmkur auf.

Woher kommt das? Kann man eine naturidentische Haltungsform auch in Gefangenschaft annähernd erreichen? Man kann!

Fangen wir mit der Instinkt gesteuerten Futtersuche an: Achten Sie auf Artenreichtum auf Ihren Weiden! Besorgen Sie sich, wenn Sie keine alten Weiden mit unterschiedlichsten Pflanzengesellschaften haben, Samen von Blumenwiesen, an denen Sie vorbeikommen, und säen Sie diese auf Ihrer für nächstes Jahr vorgesehenen Heuwiese aus. Die aus dem Samen wachsende Pflanze braucht eine Saison ungestörtes Wachstum, um neuen Samen zu bilden und sich weiter zu vermehren.

 

Sie haben nicht genug Weide, um Heu machen zu können?

Setzen Sie eine Annonce in Ihre Tageszeitung, fragen Sie andere Leute, hängen Sie einen Zettel in Ihren Supermarkt, aber besorgen Sie sich so viel Weideland, dass Sie pro Pferd ca. ½ Hektar (5000 qm) haben.

 

Achten Sie darauf, was Ihr Pferd beim Ausritt besonders mag. Gönnen Sie ihm einige Blätter und Ästchen von Buche oder Eiche, Birke, Esskastanie, Haselnuss oder Obstbäumen. Eichenblätter haben z.B. wurmbekämpfende Wirkung. Obst und Nussbaumstämme eignen sich auch als Knabberstangen (gut für Schneidezähne und Beschäftigung) im Winterauslauf. Außerdem sind in allen diesen Gehölzen wieder bestimmte Mineralstoffe enthalten, die in flachwurzelnden Weidepflanzen weniger vorhanden sind.

Wer schreibt Ihnen vor, dass Pferde unterwegs nicht fressen dürfen? Sie sind der Chef! Und nur Sie bestimmen, was sinnvoll ist und was nicht.

Wenn Ihr Pferd Ihre Führungsqualitäten anzweifelt, sollten Sie Hilfe in einem Seminar bei einem guten Trainer/Trainerin suchen, der/die Pat Parelli, Monty Roberts oder andere Methoden zur gewaltlosen, aber trotzdem mit Konsequenz durchgeführten Pferdeerziehung anbietet.

Hier lernen Sie, Ihre eigene Körpersprache und die des Pferdes einzuschätzen und richtig darauf zu reagieren. Dadurch werden Sie das Leittier, dem das Pferd gehorcht, Respekt entgegenbringt und das es liebt!

Ich gebe Ihnen gerne auf Anfrage Auskunft über gute Adressen in Ihrer Nähe.

 

Reinigen Sie täglich die Weide vom Kot. Innerhalb einer Woche bilden sich in den Pferdeäppeln Wurmlarven, die bis zu 50 cm vom Haufen weg ins Gras krabbeln und dort wieder vom Pferd gefressen werden. Dann beginnt die Ansteckung mit Würmern erneut.

 

Text zu Foto 1: So sieht eine Weide mit vielfältiger Pflanzengesellschaft aus, die eine optimale Ernährung der Pferde sichert.

 

Legen Sie einen Komposthaufen an, um den anfallenden Mist wieder dem natürlichen Kreislauf zuzuführen.

Ein Jahr muss der Misthaufen bei guter Kompostwirtschaft liegen, bis er zu wertvollstem Humus geworden ist und die Pflanzengesellschaft der Weide mit vollwertigen Nährstoffen, besser als jeder andere Dünger, versorgt. Durch die anfallende Verrottungshitze werden auch noch die Wurmlarven abgetötet. Der Komposthaufen sollte nicht höher als 1,50 m sein und nicht betreten werden, damit genügend Luft im Haufen verbleiben kann. Das ist wichtig für die gute Verrottung. An den Seiten und obendrauf können Sie Ihr altes oder schimmeliges Heu oder Stroh zum Abdecken verwenden. Die Abdeckung ist notwendig, weil der am Rand liegende Mist sonst nicht genügend der Verrottungshitze ausgesetzt ist und der Mist nicht austrocknen darf, sonst stoppt die Verrottung. Ich habe auf jeder Weide 2 Komposthaufen, einen für den 1., und einen für den 2. Sommer. Im 2. Sommer wird der 1. Komposthaufen nicht mehr weiter aufgefüllt, damit er im Herbst des 2. Sommers auf der Weide verteilt werden kann.

Streuen Sie, wenn Sie wieder eine Schicht Mist aufgefüllt haben, immer Algenkalk und etwas Erde darüber. Dadurch verrottet der Mist wesentlich schneller und die Nährstoffverfügbarkeit für die Pflanzen wird verbessert. Sie können auch nach der Heißrotte (ca. 3 - 4 Monate) spezielle Kompostwürmer einsetzen, die beschleunigen das Umsetzen des Mistes noch zusätzlich.

Machen Sie alle 2 Jahre eine Bodenanalyse (kostet etwa 15.-€. Wer das macht, weiß der örtliche Bauer), um feststellen zu können, welche Nährstoffe fehlen und ob der PH-Wert in Ordnung ist. Stickstoffdünger sollten Sie nicht ausbringen, weil dieser das Bodenleben schädigt.

DAS GESUNDE BODENLEBEN DER WEIDE IST ABER UNBEDINGT NOTWENDIG DAMIT UNSERE PFERDE GESUND BLEIBEN !

Dieses Bodenleben (Endaphon) sorgt für die Bereitstellung wichtiger Nähstoffe und auch Stickstoff in optimalem Verhältnis für die Pflanze. Das Endaphon wird durch die Kompostdüngung und eine Ergänzungsdüngung mit nicht synthetisch hergestellten Mineraldüngern je nach Bodenanalyse optimal ernährt. Dagegen blockiert eine zu intensive chemische Stickstoff- und Phosphorsäuredüngung die lebenswichtigen Spurenelemente und Mineralien im Boden.

Der Mangel in den Pflanzen ist dann die Ursache für die in immer stärkerem Maße auftretenden Stoffwechselstörungen wie Allergien, Skelettschäden und Verschleißerscheinungen unserer Pferde.

Für Pferdeweiden empfohlene Mineraldünger sind:

 

Urgesteinsmehle: (unverzichtbare Grunddüngung alle 5 bis 10 Jahre).

Sie enthalten viele verschiedene Mineralien, und führen diese dem Boden wieder zu.

Je nach Bodenanalyse düngen Sie mit:

 

Kalkdünger: (bei Kalkmangel) : Kohlensaurer Magnesiumkalk Ca CO3 + Mg CO3

Algenkalk Ca CO3 + Mg

 

 

Phosphatdünger: Hyperphos 25% P2O5, 40% CaO, 1% MgO

Novaphos 22% P2O5, 25% CaSO4

Thomasphosphat 15% P2O5, 45% CaO, 2% MgO

 

 

Kalidünger: Kalimagnesia 30% K2O, 10% MgO

Magnesia-Kainit 12% K2O,6% MgO, 24% Na2O macht durch seinen Salzgehalt auch Weidepflanzen schmackhafter (Geilstellen) und vernichtet Brennesselhorste, wenn man es sehr dicht darauf streut

 

 

 

Nicht empfohlene Stickstoffdünger sind: Perlkalkstickstoff 20-22% N, 55% CaO

Kalksalpeter 14% N + CaO

Kalkammonsalpeter 26% N + CaO

 

 

Jede Düngung nicht während der Beweidung, sondern danach oder einige Wochen vorher ausbringen.

Sehr kahl gefressene Stellen sollten mit Grünschnitt, altem Heu o.ä. nach der Beweidung abgedeckt werden, um zu starke Austrocknung durch Sonnenstrahlung zu verhindern und das Bodenleben zu füttern. Für ausführlichere Informationen empfehle ich Ihnen das Buch „Die Pferdeweide“ von Jutta von Grone, erschienen im Müller Rüschlikon Verlag ISBN 3-275-00658-4

 

Beginnen Sie im Frühjahr, je nach Empfindlichkeit und Vorgeschichte Ihres Pferdes, mit 1-2 Stunden Weidegang täglich und steigern Sie innerhalb 4-6 Wochen, bis auf 24 Stunden. Legen Sie in den ersten Wochen während des Anweidens und nach ganztägiger Weidedauer noch Stroh und gutes Heu vor. Meistens fressen die Pferde instinktiv Rauhfutter, wenn Sie es brauchen, und wenn Sie die Möglichkeit dazu haben. Dadurch vermeiden Sie Hufrehe, die durch zu viel Fruktan (Zucker) im jungen Gras entsteht, weil absterbende Darmbakterien Toxine bilden, die eine Vergiftung verursachen. Je kälter die Nächte, desto mehr Fruktan wird in den Grashalmen eingelagert. Vorwiegend morgens ist es dann noch im Gras und verursacht die Hufreheprobleme. Wenn Ihr Pferd beim Anweiden Durchfall bekommt, müssen Sie die Weidezeit wieder etwas reduzieren. Der Durchfall ist ein guter Indikator für die richtige Anweidedauer im Frühjahr. Aber nur, wenn man täglich „abkackt“, sonst sieht man es zu spät.

Wenn Sie die Pferde nicht zeitweise von der Weide nehmen können, um zu schnelles Anweiden zu vermeiden, begrenzen Sie den Zugang zu frischem Gras am besten durch einen kleinen Auslauf um den Unterstand, den Sie dann täglich vergrößern.

 

 

2. HEU- UND STROHFÜTTERUNG

 

Besorgen Sie sich auch Ihr Heu von Wiesen mit vielseitiger Pflanzengesellschaft. Möglichst von wechselnden Standorten und einem Erntezeitpunkt während der Blüte, weil die Gehalte an den unterschiedlichen Nähr- und Vitalstoffen je nach Standort sehr schwanken. Verlangen Sie ohne Stickstoffdüngung gewonnenes Heu von Flächen, die nicht von Pferden beweidet oder regelmäßig vom Kot gereinigt wurden. (Siehe Kapitel Weideführung) Das Heu muss vom gleichen Jahr, nicht vom Vorjahr sein, denn je älter das Heu ist, um so weniger Vitamine und Vitalstoffe sind noch enthalten. Besonders das Vitamin A nimmt schon nach einigen Wochen um ca. 90% ab. Deshalb sollten Sie pro Tag und Pferd mindestens 3kg Karotten oder statt Heu Silage füttern. Silage behält zwar seinen Carotingehalt weitgehend, ist aber nur in größeren Beständen sinnvoll zu füttern, weil nach Öffnung die Nachgärung beginnt und der Silageballen deshalb in einer Woche verbraucht werden muss. Die Silage hat in manchen Ställen einen schlechten Ruf, weil einige Pferdehalter schwören, davon bekämen die Pferde Rehe. Das ist aber nur dann der Fall, wenn die Silage aus stark zuckerhaltigen Gräsern, wie sie für Rinder hergestellt wird, besteht. Es sollte also Silage mit den gleichen Ansprüchen an die Grasqualität sein, wie wir sie auch an gutes Heu stellen. Außerdem darf keine tote Maus o.ä. in den Ballen eingewickelt sein, weil Ihr Pferd dadurch eine tödliche Vergiftung mit dem Namen Botulismus bekommen kann. Das Botulismustoxin entsteht bei der Verwesung und wandert dann großflächig in den gesamten Ballen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, ist aber sehr gering und in keinem Fall ein Grund keine Silage zu verfüttern.

Heu darf nicht muffig riechen oder beim Aufschütteln stauben. Dann enthält es durch zu feuchte Lagerung, zu feste Pressung oder zu frühes Einfahren zu viele Schimmelpilzsporen und hohe Nährstoffverluste.

Schimmeliges Heu ist giftig und verursacht Verdauungsstörungen (Durchfall),

Koliken, Allergien, Dämpfigkeit (Luftnot), Fehlgeburten und reduzierte Infektabwehr.

Heu sollte grün sein, mittelgrob und aromatisch nach „frischem Heu“ duften, dann sind noch alle Vitalstoffe enthalten.

 

Bevorzugt werden Gersten- und Weizenstroh aus der Einstreu gefressen. Diese Sorten enthalten im Vergleich zu Heu weniger Phosphor (Calcium zu Phosphor etwa im Verhältnis 3- 4 zu 1). Werden größere Mengen Stroh statt Heu gefressen, sollte man deshalb keinen zusätzlichen Algenkalk füttern (Siehe Kapitel: Zusammensetzung des Kraftfutters), weil das ideale Ca:P Verhältnis etwa 2:1 ist.

 

 

3. ZUSAMMENSETZUNG DES KRAFTFUTTERS ( GETREIDEFUTTERS )

 

Füttern Sie immer zur gleichen Zeit. Ein Pferd hat das Bedürfnis, immer den gleichen Tagesrhythmus einhalten zu können. Das ist Bedingung, damit es sich wohl fühlt und gesund bleibt.

Die Menge der Kraftfuttergabe richtet sich bei gesundem Gebiss (siehe Kapitel Zahngesundheit) und bei ca. 4 bis 5kg Heu/Tag sowie freier Strohaufnahme nach dem Fütterungszustand. Das heißt die Rippen sollten in Ruhestellung z.B. beim Grasen nicht zu sehen sein, in Bewegung oder beim Wiehern aber schon. Wenn Sie es ausführlicher wissen möchten, empfehle ich Ihnen das Juli- Heft 2000 von Cavallo, Tabelle Seite 18.

 

 

SOMMERFÜTTERUNG

 

Im Sommer, bei ganztägigem Weidegang, brauchen Sie eigentlich gar kein zusätzliches Kraftfutter. Empfehlenswert ist allerdings, einen Kaffeelöffel (wenn das Pferd stark geschwitzt hat zwei), Voll-Meersalz aus dem Reformhaus täglich mit etwas Hafer / Leinsamen zu füttern, weil wir ja kein Mineralfutter verwenden wollen. Das Voll- Meersalz enthält außer dem Natriumchlorid noch 20% natürliche Mineralstoffe. Den Leinsamen füttern wir als Kolikschutz.

Sie erinnern sich: Zusätze einzelner Mineralstoffe verschieben das natürliche Gleichgewicht und können dadurch einen Mangel an anderen Vitalstoffen hervorrufen. Deshalb nehmen wir keine mineralisierten Lecksteine. Ein Zuviel von einigen Mineralstoffen kann sogar giftig sein. Wenn Pferde aus Langeweile oder Salzbedarf am Stein lecken und bestimmte Mineralstoffe schon reichlich im Futter vorkommen, und dann vom Pferd über den Stein noch mal aufgenommen werden. Salzlecksteine ohne zusätzliche Mineralisierung sind leider auch nix, weil das Salz durch Raffinierung nicht mehr alle Mineralstoffe in ihrem natürlichen Gleichgewicht enthält. Zusätzlich zum Weidefutter wollen wir aber Mineralien im natürlichen Verhältnis und auch Salz anbieten, weil wir nicht genau wissen, ob auf unserem begrenzten Stückchen Land, das wir den Pferden zur Verfügung stellen können, auch alle Mineralien in optimalem Verhältnis vorhanden sind. Sie erinnern sich: Pferde sind Wanderwild und suchen sich, wenn sie in freier Wildbahn die Auswahl haben, instinktgesteuert die Pflanzen aus, die sie gerade zur Deckung ihres Vitalstoffbedarfs brauchen.

Vollmeersalz aus dem Reformhaus ist hingegen nur durch Trocknung gewonnen, dadurch bleiben alle im Meersalz natürlich vorkommenden Mineralien (ca. 20%) erhalten. Sicherheitshalber können Sie noch einen Himalaja- Salzleckstein im Trockenen aufhängen. Der soll aus dem Salzblock gehauen und ohne weitere Vearbeitung verpackt sein.

Algenkalk enthält ebenfalls alle Spurenelemente aus dem Meer in natürlicher Zusammensetzung und ca. 80% Calcium. Alle 2 Tage setzen wir deshalb noch einen halben Kaffelöffel (= 1geh.Teel.) Algenkalk zu (gibts im Düngemittelhandel). Der Algenkalkzusatz ist auf klee- und kräuterreichen Weiden nicht nötig, weil Klee und andere Blattpflanzen der Weide einen weitaus höheren Calciumanteil als Phosphor haben. (Bestes Verhältnis Ca: P = 2:1. Klee- oder kräuterreiche Weide hat aber ca. 3:1)

Um diese beiden „Zivilisationsausgleichszusätze“ ans Pferd zu bringen, verwenden wir 500g Hafer (ganz oder frisch gequetscht) und 100g frisch gequetschten möglichst gelben Leinsamen (der hat weniger Blausäure). Dieser wird mit der doppelten Menge lauwarmem Wasser überschüttet und mindestens 1/2 Stunde stehen gelassen; dann quillt er gut und bildet im Darm einen Schleimschutz, der Koliken vorbeugen hilft. Außerdem verbessert er die Vitamin E- Versorgung). In den dickflüssigen Leinsamen können Sie Salz und Kalk wie o.a. einrühren.

Bei den folgenden Rezepten ist immer der Tagesbedarf für einen Vollblutaraber mit maximal 450kg gemeint. Geben Sie für ein leichteres Pferd der abweichenden Kilozahl entsprechend weniger, für ein schwereres Pferd entsprechend mehr.

 

 

SOMMERFÜTTERUNG BEI GANZTÄGIGEM WEIDEGANG:

500g HAFER (ODER GERSTE FRISCH GEQUETSCHT)

100g LEINSAMEN (FRISCH GEQUETSCHT UND GEWÄSSERT)

1 KAFFELÖFFEL (ca.15g) VOLLMEERSALZ

1 GEH. TEEL. ALGENKALK ALLE 2 TAGE

(eventuell Selen und Zink wie unten beschrieben)

 

In manchen Gebieten ist ein latenter Selenmangel im Boden zu verzeichnen. Deshalb sollten Sie einige Monate nach Futterumstellung ein mal im Sommer und ein mal im Winter eine Blutuntersuchung veranlassen, und gegebenenfalls mit 2 bis 3 mal wöchentlich einem Spritzer Alvitan Liquiselen (gibt es beim Tierarzt) dem Mangel abhelfen. Geben sie das Liquiselen besser nicht häufiger, denn ein leichter Mangel macht keine Beschwerden, eine Überdosierung ist aber giftig. Außerdem kann man sich auf die Endgültigkeit der Bedarfsforschung nicht wirklich verlassen.

Weil Kalk die Aufnahme von Zink im Körper behindert, bitte nach Bestimmung der Zinkkonzentration im Blut gegebenenfalls an den „kalkfreien Tagen“ ½ Teel. Zinkoxid zufüttern. Diese Fütterung ist zugegeben etwas komplizierter als „Sack auf, Futter rein“, aber wenn Sie Ihr Pferd individuell versorgen möchten, ist eine Bedarfsbestimmung am Anfang nötig. Dafür haben Sie dann aber auch keine Folgekosten und verbringen keine Zeit beim Tierarzt.

 

WINTERFÜTTERUNG

 

Auch für den Winter gillt: Immer zur selben Zeit füttern! (s.o.)

Die folgende Fütterungsempfehlung ist für Freizeitpferde mit bis zu 2-stündiger Reitnutzung täglich und ca. 400 kg bis 450 kg Lebendgewicht gedacht.

(kräftiger Araber, Andalusier, Quarterhorse)

Bei einer ungenügenden Aufnahme von Faser- und Ballaststoffen, wie sie vorwiegend im Heu und Stroh, im Kraftfutter aber wenig vorkommen, steigen die Risiken für bestimmte Störungen: Durch unvollkommene Kautätigkeit können sich Haken an den Backenzähnen bilden, eine geringe Speichelproduktion kann Schlundverstopfung und Fehlgärungen verursachen. Die mangelnde Beschäftigung mit dem Fressen kann zu Benagen der Stallwände führen, und eine geringere Anzahl von Darmbakterien lassen nur eine geringe Syntheseleistung (Bildung) der wasserlöslichen Vitamine zu. Deshalb ist die folgende Rationsempfehlung mit wenig Kraftfutter berechnet.

Schwerere Pferde brauchen entsprechend ihrem Energiebedarf etwas mehr Heu, leichtere etwas weniger. Machen Sie den Rippentest (siehe Abschnitt vor Sommerfütterung). Ein 500 kg-Pferd würde also statt 5 kg Heu 6 kg bekommen. Außerdem merken Sie auch, wenn Sie morgens in den Stall kommen, ob Sie schier aufgefressen werden oder ob Ihr Pferd noch relativ satt ist. Geben Sie, wenn es noch

Hunger hat, etwas mehr Heu. Auch bei kleineren Ponytypen sollten Sie etwas weniger Kraftfutter (aber im gleichen Mischungsverhältnis) und dafür, im Verhältmis zum Körpergewicht, mehr Heu geben. Stroh zur freien Aufnahme vorausgesetzt, stellen Sie Ihre Kraftfutterration wie folgt zusammen:

 

WINTERFÜTTERUNG MIT 5 kg GUTEM HEU, 3 kg MÖHREN + STROH BEI EINEM 400 KG- PFERD

1,5 kg HAFER (oder 1 kg Hafer und 500 g Gerste frisch gequetscht)

100 g LEINSAMEN (frisch gequetscht und gewässert)

1 KAFFEELÖFFEL (15g) VOLLMEERSALZ

1 GEHÄUFTER TEEL. ALGENKALK (ALLE 2 TAGE)

1 SCHUSS KALTGEPRESSTES PFLANZENÖL (über die Möhren gießen)

ZINK UND SELEN ALLE 2-3 TAGE JE NACH BLUTANALYSE

 

Während oder nach Krankheiten können Sie o.a. Kraftfutter, um noch mehr Vitalstoffe zuzuführen, um 500g gekeimte Gerste ergänzen. Während des Ankeimens bilden sich bestimmte Vitalstoffe! Das Getreide wird auf ein Nudelsieb gegeben, kalt abgespült, mit einem Teller abgedeckt und ca. 2 Tage bis die Keime sichtbar werden, stehen gelassen. Alle 12 Stunden müssen Sie das Abspülen mit kräftigem Wasserstrahl wiederholen, um die Körner feucht zu halten und Bakterien und Pilze auszuwaschen. Nach diesen 2 Tagen mischen Sie die Keimlinge unter das normale Kraftfutter und waschen das Nudelsieb vor der erneuten Befüllung gut aus, um es von Bakterien zu reinigen. Sollte sich auf dem Getreide ein weißes Pilzgeflecht bilden, bitte nicht mehr füttern, dann haben Sie nicht kräftig genug gespült. Am besten schwenken Sie das Sieb beim Spülen, damit die Körner durcheinander fallen und das Wasser so alle gut erreicht.

Kaufen Sie Ihren Hafer möglichst beim Biobauern ein. Erstens ist er dort nicht oder nur unwesentlich teurer als woanders und zweitens belasten Sie Ihr Pferd nicht mit Spritzgiften, die den Organismus erheblich belasten und die Krankheitsabwehr verschlechtern. Bedenken Sie, dass nach dem Quetschen des ganzen Korns der Verfall der Vitalstoffe beginnt. Quetschen Sie deshalb den Hafer nicht länger als 2 Tage im Voraus, oder füttern Sie ihn, wenn das nicht möglich ist, bei 10%igem Mengenaufschlag ganz. Gerste muss immer gequetscht oder 1 - 2 Tage in Wasser eingeweicht werden (s.o.), weil sie ganz gefüttert, zu Verdauungsstörungen führen kann. Quetschen Sie auch den Leinsamen frisch (geht auch mit handbetriebener Flockenquetsche aus dem Reformhaus). Wenn Sie wegen der angeblichen Temperamentzunahme weniger Hafer füttern wollen, können Sie die Mischung auch

bis auf 2/3 Gerste und 1/3 Hafer reduzieren. Hafer ist allerdings durch seine ideale Zusammensetzung das beste Kraftfutter für Pferde. Bei meinen Pferden habe ich allerdings keinen Unterschied zwischen anderem Kraftfutter und Hafer, bezogen auf das Temperament, festgestellt.

 

 

 

 

 

Text zu FOTO 2: Die OFFENSTALLHALTUNG mit freiem Zugang zu einem Sandauslauf ist im Winter die beste und artgerechteste Haltungsform, weil die Pferde frische Luft und weniger Langeweile haben als in Boxenhaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tragende Stuten brauchen ab dem 9. Trächtigkeitsmonat etwa 50% mehr von allen Futterkomponenten (also auch Heu und Möhren).

Säugende Stuten brauchen langsam ansteigend bis zum 3. Laktationsmonat (Stillzeit) 100% mehr von allen Futterkomponenten. Ab dem 3. Monat nimmt in der Stillzeit die Milchmenge, und damit auch der Futterbedarf der Stute, bei steigendem Futterbedarf des Fohlens wieder ab. Auch Ihrem Fohlen können Sie o.a. Futter neben der Muttermilch 1-2x täglich ab etwa dem 14. Lebenstag zur freien Aufnahme anbieten. Geben Sie ihm so viel, wie es in ½ Stunde frisst. Den Rest entfernen Sie wieder.

Tragende und säugende Stuten und Fohlen müssen ihre Kraftfuttermenge auf mindestens 2 Portionen am Tag verteilt bekommen, weil die Menge für eine Fütterung zu groß ist. Haben Stute und Fohlen ganztägigen Zugang zu einer Koppel, auf der genügend Futter in einer Halmhöhe unter 40cm wächst, kann die Kraftfuttergabe, bei guter Entwicklung und ausreichender Milchproduktion, auf 1x täglich reduziert werden.

Deckhengste brauchen während der Decksaison ab ca. 15 Sprüngen pro Woche und 1 Stunde Bewegung pro Tag etwa 50% mehr. Ideal wäre täglicher, mehrstündiger Weidegang, dann kann sich der Hengst mit der richtigen Menge Energie sowie dem Mehrbedarf an Eiweiß, den er braucht, selbst versorgen. Das Gras auf der Weide sollte auch in diesem Fall noch vor der Blüte sein, sonst sind zu wenig Energie und zu viele Ballaststoffe in Form von verholztem Gras im Futter.

 

 

LEISTUNGSPFERDE

 

Leistungspferde, die täglich 6-8 Stunden arbeiten (zB. Kutschpferde), müssen 3-4 x täglich gefüttert werden.

Nach anstrengenden Belastungen warten Sie mit der Fütterung, bis die Körpertemperatur wieder auf 39°C gesunken ist. Dann tränken und füttern Sie nach folgender Tabelle etwas mehr Kraftfutter, um den steigenden Energiebedarf zu decken. Hier ist in jedem Fall mehr Kraftfutter im Verhältnis zum Heu notwendig, weil das Pferd bei schwerer Arbeit nicht in der Lage ist, so viel Heu zu fressen, dass der hohe Energiebedarf gedeckt werden kann.

Mehr Möhren müssen Sie nicht füttern, weil der Vitamin A- Bedarf bei schwererer Arbeit nicht steigt. Auch der Bedarf anderer Mineralstoffe und Vitamine steigt bei vermehrter Arbeit übrigens nicht an. Das heißt im Umkehrschluss, dass ein körperlich aktives Pferd durch die größere Futteraufnahme bei stagnierendem Vitalstoffbedarf eine bessere Bedarfsdeckung erreicht, weil es durch die größere Menge Futter auch mehr Vitalstoffe aufnimmt.

 

Faustzahlen für 100 kg Lebendgewicht pro Tag:

_______________________________________

Arbeit Kraftfutter gutes Heu

------------------------------------------------------

leicht 0,5 kg 1- 1,5 kg

------------------------------------------------------

mittel 1 kg 1 kg

------------------------------------------------------

schwer mindestens 1,25 kg 0,8- 1 kg

 

Während von Renn- und Springpferden kurzzeitige Höchstleistungen verlangt werden, stehen bei Distanzpferden Ausdauerleistungen im Vordergrund. Daraus ergeben sich einige Unterschiede:

Bei Renn- und Springpferden verdoppelt sich der Energiebedarf gegenüber dem normalen Stoffwechsel in etwa, während der Bauchumfang und damit das „mitgeschleppte“ Gewicht reduziert werden soll. 1 kg Heu kann im Vergleich zu 1 kg Kraftfutter das Darmvolumen um 2,5 kg erhöhen. Die zusätzlich zugeführte Energie sollte außerdem stärkereich und eiweißarm sein. Mehr als die doppelte Menge Eiweiß wäre nicht leistungssteigernd, sondern belastend.

1-2 Tage vor dem Rennen können Sie die Heumenge noch einmal unter Zulage des Kraftfutters auf 4 kg zurücknehmen. Am Renntag geben Sie die morgentliche Kraftfuttermenge in mehreren kleinen Portionen im Abstand von ca.1 Stunde. Dazu

10 g Voll-Meersalz pro kg Kraftfutter und etwa 1 kg Heu. 2 Stunden vor dem Rennen geben Sie nichts mehr.

 

RENN-UND SPRINGPFERDEFÜTTERUNG IM HOCHLEISTUNGSSPORT FÜR EIN 500- 600 KG- PFERD:

5 kg GUTES HEU UND 3 kg MÖHREN

3,5 kg HAFER (AUS BIOANBAU FRISCH GEQUETSCHT)

2,5 kg MAIS (AUS BIOANBAU FRISCH GEQUETSCHT)

1 kg GRÜNMEHL

0,25 l KALTGEPRESSTES PFLANZENÖL

100 g LEINSAMEN (FRISCH GEQUETSCHT, GEWÄSSERT)

20 g ALGENKALK ALLE 2 Tage (2 geh. Teel. oder 1 geh. Kaffeelöffel)

50 g VOLLMEERSALZ + HIMALAJASALZLECKSTEIN

30 g BIERTREBERHEFE

NACH BLUTANALYSE SELEN UND KALK (siehe Text „Sommerfütterung“).

 

 

 

 

DISTANZPFERDE benötigen wegen des großen Elektrolytverlustes während ihrer schweißtreibenden Ausdauerleistung mehr Darmvolumen durch gefressenes Heu. In diesem Raufutterreservoir des Darmes werden Kalium, Wasser und Mineralsalze gespeichert und können bei großen Ausdauerleistungen besser zur Verfügung gehalten werden als bei einem relativ leeren Darm.

Da das Pferd während seiner Arbeit den Schweißverlust nicht drosseln kann, weil die entstehende Wärmeenergie durch Verdunstungskälte abgebaut werden muss, kann es zu ernsten Gefahren für Leistung und Gesundheit kommen wie Wasserverlust (Dehydration), Überhitzung (Hyperthermie), Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie), Muskelkrämpfe und Zwerchfellflattern. Deshalb ist die Grundlage der Ration Heu in Mengen von 1,2 - 1,5 kg pro 100 kg Körpergewicht berechnet und damit größer als bei den Renn- und Springpferden.

Das Kraftfutter muss wegen des hohen Raufutteranteils möglichst energiereich sein. Deshalb der 3%ige Ölanteil. Außerdem braucht das Pferd durch den hohen Salz- und Mineralverlust beim Schwitzen besonders viel Salzanteil im Futter.

Am Tage des Distanzrennens sollte als letzte Mahlzeit ca. 3 Stunden vor Rennbeginn bei einem 400 kg-Pferd 1,5 kg Kraftfutter wie unten mit einer Mischung aus 200 g Melasse, 120 g Grünmehl, 80 g Voll-Meersalz und zusätzlich 2 kg Heu gefüttert werden.

Auch in den Pausen des Distanzrennens sollten Sie, um die Elektrolytverluste auszugleichen, nach Abkühlung des Pferdes auf 39°C Körpertemperatur die Hälfte der o.a. Mischung vor dem Tränken füttern.

 

DISTANZ + VIELSEITIGKEITSPFERDE (AB 50 km LEISTUNG PRO TAG)

FÜR EIN 400 KG- PFERD:

5 - 6 kg HEU, 3 kg MÖHREN UND STROH ZUR FREIEN AUFNAHME

2 KG HAFER (FRISCH GEQUETSCHT AUS BIOANBAU)

1 KG MAIS (FRISCH GEQUETSCHT AUS BIOANBAU)

500 g GERSTE ( „ )

500 g WEIZEN ( „ )

500 g GRÜNMEHL

150 ml KALTGEPRESSTES SONNENBLUMENÖL

100 g LEINSAMEN (FRISCH GEQUETSCHT UND GEWÄSSERT)

15 g ALGENKALK ALLE 2 TAGE / ZINK UND SELEN WIE OBEN

90 g VOLLMEERSALZ + HIMALAJASALZLECKSTEIN

30 g BIERTREBERHEFE

 

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Hier fehlt das Kapitel Zahngesundheit, Wurmkuren und Impfungen aus dem original Text

Das Büchlein im Original kostet übrigens nur 5,- und wird Ihnen bei einer Bestellung unter Tel: 0170 4812483 gerne zugeschickt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

 

3). H U N D E

 

1. EVOLUTIONSGESCHICHTE / ZIVILISATIONSKRANKHEITEN

 

Hunde haben Ihr Verdauungssystem im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte auf den Verzehr von ganzen, nicht gekochten Beutetieren mit Haut, Haar, Darminhalt, Innereien, Knorpel und kleineren Knochen eingestellt.

Der Verzehr der gesamten Beute gewährleistet eine ausgewogene Vitalstoffbilanz in der alle „Materialien zum Bau des gleichen Hauses“ (siehe Kap. Grundlagen) enthalten sind. Trotzdem verfügt der Hund, eher als die Katze, offenbar für Notsituationen über die Voraussetzung, ein Futter, das für Allesfresser geeignet wäre, aufzunehmen. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die durch bakterielle Verdauung von fermentierbaren Faserstoffen (also pflanzliche Nahrung) erzeugten flüchtigen Fettsäuren, Energie für die Darmschleimepithelzellen liefern und damit zu einem gesunden Darm beitragen. Deshalb können wir auch dem Hund, um eine ausgeglichene und artgerechte Fütterung zu gewährleisten, eine Mischung von etwa 50% tierischer und 50% pflanzlicher Nahrung anbieten.

Wenn ein erwachsener Hund aus ethischen Gründen ausschließlich vegetarisch ernährt werden soll, kann man für ihn eine abwechslungsreiche Ernährung aus Milch- und Eiprodukten, Gemüse, Reis und Teigwaren zusammenstellen. Aus wissenschaftlichen Feldstudien lässt sich ableiten, dass es grundsätzlich möglich ist, einen Hund vegetarisch zu ernähren. Damit es jedoch auf lange Sicht nicht zu Fehlernährungen kommt, muss die Zusammensetzung des Futters ausgewogen sein. Das bedeutet, dass der Energie- und Proteinbedarf sowie der Bedarf an allen Mineralstoffen und Vitaminen gedeckt sein muss und dass die Inhaltsstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen müssen. Ersetzen Sie in diesem Fall den Fleischanteil der unten genannten Rezepte durch die Gleiche Menge Eier, Quark, Fetakäse oder Mozarella, möglichst im Wechsel und je nachdem, was Ihr Hund mag. Empfehlen möchte ich diese Ernährungsweise aber nicht.

Beim Hund gilt, wie bei anderen Tieren und auch Menschen, dass sich das Hungergefühl nicht nur nach der Aufnahme der Energie (also Kalorien) richtet, sondern auch auf Mängel im Vitalstoffbereich (also Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme usw.) anspricht.

Daraus folgt, dass Hunde ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung ihrer Energiezufuhr bei vitalstoffarmem (gekochtem) Futter verlieren und trotz Kalorienüberfluss noch betteln und verfetten.

Damit haben wir die Ursache der ersten Zivilisationserkrankung, die auf industriell hergestelltes Futter und mangelnde Bewegung zurückgeht, nämlich die ADIPOSITAS (Verfettung).

 

Geben Sie Ihrem unter Adipositas leidenden Hund von der unten angegebenen Futterzusammenstellung auf täglich 2 Mahlzeiten verteilt, so viel er in 15 Min. frisst. Den Rest entfernen Sie wieder.

 

Füttern Sie keine weiteren Ergänzungen wie Nahrung vom Tisch oder Leckerlis, und sorgen Sie für genug Bewegung.

Dann wird der Hund das überschüssige Gewicht zwar langsam, aber ohne Hunger und d a u e r h a f t verlieren.

 

Die meisten Störungen des Skelettwachstums sind nur zum Teil genetisch bedingt. So wird z.B. für die HD (HÜFTGELENGKSDYSPLASIE) ein Heritabilitätskoeffizient (durch Vererbung verursacht) von 40% angenommen.

Das bedeutet, dass etwa 60% der Einflussfaktoren umweltbedingt sind. Dabei kommt natürlich der Ernährung eine entscheidende Bedeutung zu.

Untersuchungen an einer Reihe von Nährstoffen, wie Fett, Kohlenhydrate, Protein, Vitamin C, Kalzium und Energie (Überfütterung), ergaben, dass die überhöhte Zufuhr von Energie und Kalzium während der Wachstumsphase die beiden wichtigsten Ernährungsfaktoren bei der Entstehung von Knochenwachstumsstörungen wie HD darstellen.

Das heißt, dass die Zugabe eines Kalziumpräparates zum ausgewogenen Futter, obwohl der Kalziumbedarf leicht erhöht ist, die Entstehung von just denjenigen Skelettwachstumsstörungen hervorrufen kann, die die Tierbesitzer damit zu verhindern suchen.

Ein zu hoher Kalziumanteil im Futter führt zu einer verminderten Absorption (Aufnahme) anderer Vitalstoffe wie z.B. Zink und verursacht dadurch diese Störungen.

 

Weitere Untersuchungen legen nahe, dass ein hoher Kalziumgehalt der Nahrung mit der Entstehung der OCD, vedickten Gelenken, Durchtrittigkeit, axialen Veränderungen der Extremitätenstellung, Wobbersyndrom, Spreizfüßen, Zinkmangel mit schuppenden Ekzemen und gehemmtem Wachstum verbunden ist (entnommen aus dem Buch: Ernährung von Hund und Katze, von Case, Carey, Hirakawa).

Der ideale Kalziumgehalt von Welpennahrung sollte bei 0,6- 0,8 %, der Erhaltungsbedarf erwachsener bei 0,5 % der Gesamtfutterration liegen.

 

Um die richtige Energiezufuhr zu ermitteln, füttern Sie die unten angegebene Nahrung in einer Menge, die zur Erhaltung eines schlanken Körpers während der gesamten Wachstumsphase beiträgt. Und zwar 3x täglich eine Portion, die max. 15 Min. stehen bleiben soll und danach entfernt wird.

Ihre Welpen wachsen dann zwar etwas langsamer, holen aber später wieder auf und danken es Ihnen durch bessere Gesundheit und Beweglichkeit.

In den USA tritt der DIABETES (Zuckerkrankheit) in 70-80 % der diagnostizierten Fälle als Typ 1 auf. Das heißt, dass die Pankreaszellen nicht ausreichend Insulin produzieren und gespritzt werden muss.

Als Folge der schwankenden Insulinversorgung bzw. des zu hohen Blutzuckerspiegels kann es zu Schwäche, Depression, Harn-und Stuhlinkontinenz, Nierenerkrankungen und bakteriellen Infektionen kommen.

Wenn Sie von Anfang an nach u.g. allgemeiner Fütterungsempfehlung füttern, bekommt Ihr Hund gar nicht erst Diabetes.

 

FUTTERMITTELALLERGIEN kurieren Sie am besten mit u.g. allgemeinen Vollwertkost, wobei Sie das Rinderhackfleisch auch durch Schaf, Lamm, Huhn, Fisch mit Reis und den anderen pflanzlichen Zutaten im 14-tägigen Wechsel variieren sollten, um Allergieempfindlichkeiten herausfinden zu können und mehr Abwechslung zu bieten.

Weitere, durch vitalstoffarme Nahrung mitverursachte Erkrankungen, auf die ich hier aber nur hinweisen möchte, sind: Allergien, Hautausschläge, Juckreiz, Haarausfall, Hautrötung, chronische Entzündungen, Krustenbildung, Ohrenentzündung, sekundäre bakterielle Infektionen, Erbrechen (bis hierher alles Symtome einer Futtermittelallergie), chronische Nierenerkrankung, degenerative Erkrankungen im Alter wie Arthrose mit großen Schmerzen, Herzerkrankungen, Kalziumablagerungen in Blutgefäßen, Verstopfung, Krebs.

 

Text zu Foto 6: Die Autorin mit ihrem ersten Hund dem Collie „Schiety“

 

2. NATÜRLICHE FÜTTERUNG

 

Zusammenfassend müssen wir also eine Ernährungsform anstreben, die alle natürlichen Bestandteile der Nahrung in unveränderter Form und artgerechter Zusammensetzung, mit allen Vitalstoffen im richtigen Verhältnis zueinander und der richtigen Menge, enthält, wobei wir keine Vitamin- oder Mineralstoffpräparate zusätzlich geben dürfen, weil dadurch das Verhältnis der einzelnen Vitalstoffkomponenten aus dem Gleichgewicht kommt und schadet. Zum Beispiel führt zu viel Vitamin C zu hohen Oxalatkonzentrationen im Harn, die zur Bildung von Kalziumoxalatharnsteinen beitragen, zu viel Vitamin A zu knöchernen Auswüchsen der Halswirbel und der Röhrenknochen der Vorderbeine, zu viel Kalzium zu Hautläsionen durch Zinkmangel u.v.m..

Eigentlich ganz einfach!

Und weil das eben so „einfach“ ist, vertrauen auch die meisten Tierärzte der Industrienahrung mehr als dem Selbermischen. Wer will sich schon stunden- oder tagelang mit den einzelnen Bedarfszahlen für Eiweiß, Energie, Ballast- oder Faserstoffe, Vitamine, Mineralien usw. herumschlagen, um seinen Hund vollwertig ernähren zu können?

Ich! Und Sie! Dafür haben Sie dieses Büchlein! Vertrauen Sie folgender Futterzusammenstellung. Sie enthält wirklich alles, was Ihr Hund zum Gesundbleiben braucht und geben Sie das Futter 1x am Tag:

 

1. ALLGEMEINFUTTER FÜR ALLE HUNDE IM ERHALTUNGSBEDARF (mit 1755 Kalorien für einen 40 kg- Hund, z.B. Kuwasz oder Barsoi) 250 g RINDERHACKFLEISCH AUS ARTGERECHTER WEIDEHALTUNG

125 g VOLLKORNREIS AUS BIOANBAU KURZ AUFKOCHEN UND MIT DECKEL 20 MIN. ZIEHEN LASSEN

100 g NACKTHAFER AUS BIOANBAU FRISCH GEQUETSCHT 50 g MÖHREN oder SPINAT, MANGOLD, KARTOFFELN, SALAT, ROTE BETE MÖGLICHST FEIN GERIEBEN ODER GESCHNITTEN UND ROH 20 g KALTGEPRESSTES SONNENBLUMENÖL = 2 EL

100 g MOZARELLA

4 g ALGENKALK (1 gestr. Teel.) ALLE 2 TAGE

 

Das Hackfleisch geben wir natürlich roh, wegen des nativen Eiweißes (s.o.)

Wenn Sie die tierquälerische Massentierhaltung nicht unterstützen möchten, empfehle ich Ihnen Fleisch der Firmen Demeter, Bioland oder Naturland. Das Biofleisch aus dem Supermarkt ist, wenn man die Lebensqualität der Tiere berücksichtigen möchte, nicht wesentlich besser produziert als das Massentierhaltungsfleisch.

Mozarella und Algenkalk können Sie weglassen, wenn Sie stattdessen alle 2-3 Tage einen Suppenknochen geben.

Bei einem leichteren Hund wie z.B. 20 kg- Sibirischer Husky, Airedale Terrier, Chow-Chow geben Sie entsprechend nur die Hälfte von allen Zutaten. Sie können sich auch nach dem Hungergefühl Ihres Vierbeiners richten. Er kann seinen Energiebedarf bei vollwertiger Ernährung sehr gut selbst richtig einschätzen.

 

2. ALLGEMEINFUTTER FÜR HUNDE IM ERHALTUNGSBEDARF

(mit 1567 Kalorien für einen 34 kg Hund wie Schäferhund, Riesenschnauzer, Hofawarthündin)

150 g RINDERHACKFLEISCH - siehe Text oben 125 g VOLLKORNNUDELN ODER REIS WIE BEI REZEPT 1

100 g WEIZENKÖRNER FRISCH GEQUETSCHT ODER GESCHROTET

UND 1 - 5 STUNDEN IN ETWAS WASSER EINGEWEICHT

50 g GEMÜSE WIE REZEPT 1

20 g ÖL WIE OBEN

100 g SEELACHS , HUHN ODER 1 x DIE WOCHE LEBER, ROH

50 g = 1 ROHES EI AUS FREILANDHALTUNG 3 g ALGENKALK = ½ gut gestr.Teel. 1 SUPPENKNOCHEN O.Ä. ALLE 2 - 3 TAGE (dann keinen Kalk)

 

 

 

Fleisch und Fisch kann natürlich auch in großen Stücken gegeben werden. Wenn Ihr Hund das pflanzliche Futter auch mit Brühe von

ausgekochten Knochen oder mit etwas in warmem Wasser aufgelöster Leberwurst frisst, ist das um so besser weil das Gebiss dann besser sauber bleibt. Zahnstein kann sich dann noch weniger bilden.

 

 

Text zu Foto 7 : Unsere Neufundländerhündin Fossy im Jahr 1984

 

 

 

 

Wechseln Sie ab und zu mal die beiden „Gerichte“, oder erfinden Sie neue Vareanten, denn Vielseitigkeit bei der Fütterung ist ausgewogener als Einseitigkeit, und außerdem liebt auch Ihr Hund etwas Abwechslung.

Natürlich können Sie die Fleisch und Fischanteile gegen andere Fleisch und Fischarten beliebig austauschen. Nur Leber sollten Sie nicht öfter als 1x in der Woche füttern, wegen des hohen Anteils anVitamin A, das in zu hoher Dosierung ernsthafte Gesundheitsschäden verursacht.

Schlachtabfälle wie Pansen, Schlund o.ä. mag Ihr Hund natürlich auch. Das riecht für uns Menschen nicht so angenehm, ist aber für Ihren Hund ein gesunder Genuss.

 

 

 

Text zu Foto 8: Unsere Hofawarthündin Tina im Jahr 1999...

 

 

 

 

3.WELPENFUTTER

 

Als Welpenfutter können Sie o.a. Mischungen verwenden mit z u s ä t z l i c h 1 - 2 g Algenkalk und ebenfalls zusätzlich 100 g Hackfleisch, um den etwas höheren Kalzium und Eiweißbedarf zu decken.

Hier können Sie 2-3 Mahlzeiten am Tag anbieten.

Beobachten Sie, ob die Welpen alle gut fressen.

Stellen sie das Futter wieder weg, wenn sich alle Welpen satt gefressen haben.

 

Sollte ein Welpe schwächlich oder appetitlos sein, füttern Sie ihn separat und unter Aufsicht. Wiegen Sie ihn täglich, um die Gewichtszunahme kontrollieren zu können.

 

Die Mama bekommt natürlich in der Stillzeit so viel zu fressen, wie sie möchte.

Hier bieten sich ebenfalls 2-3 Mahlzeiten am Tag an. Dann kann sie mit den Welpen fressen.

 

Wenn die Welpen größer werden, machen Sie nicht zu früh große Spaziergänge.

Es ist besser für die Entwicklung der Bänder und Knochen, wenn diese erst voll belastet werden, wenn das Längenwachstum annähernd abgeschlossen ist.

So lange sollten sich die Welpen nur so viel bewegen, wie sie möchten.

Beim Spielen können sie jederzeit aufhören und sich hinlegen.

 

 

Text zu Foto 9: ... und im Erwachsenenalter

 

 

 

 

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Hier fehlt das Kapitel  Wurmkuren und Impfungen aus dem original Text

Das Büchlein im Original kostet übrigens nur 5,- und wird Ihnen bei einer Bestellung unter Tel: 0170 4812483 gerne zugeschickt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

 

IMPFUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

Text zu Foto 10: Unser Schäferhundrüde Anubis im Jahr 1990. Er wurde 17 Jahre alt und erfreute sich mit Vollwerternährung bis zum Schluss bester Gesundheit.

 

 

 

 

 

 

3.) K A T Z E N

 

1. EVOLUTIONSGESCHICHTE / ZIVILISATIONSKRANKHEITEN

 

Die Katze musste sich, so scheint es, im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte, im Gegensatz zum Hund, nicht mit proteinarmen Lebensabschnitten auseinandersetzen. Sie hat sich ausschließlich mit häufigen, kleinen, proteinhaltigen Mahlzeiten in Form von Mäusen und Vögeln ernährt.

Diese Ernährungsform wäre auch heute noch die ideale, wenn es denn möglich wäre, sie so zu füttern. Viel geholfen wäre der Katze schon, wenn sie nach draußen dürfte, um sich einen Teil ihrer Nahrung selber zu fangen.

Eine ebenfalls durchaus artgerechte Ernährung wären Eintagsküken, die nach dem Aussortieren der männlichen Küken, oder beim Aussortieren der weiblichen Küken auf Hühnerfarmen für die Hähnchenaufzucht „anfallen“ und durch Kohlendioxyd (nicht giftig) vergast werden. Diese Küken kann man für ca. 10 - 20 cent pro Stück kaufen und portionsweise einfrieren, um sie als artgerechtes Katzenfutter zu verwenden.

Die Ernährung nur mit Büchsen- oder Trockenfutter ist hingegen weder vollwertig noch artgerecht, weil durch das Erhitzen der Nahrung bestimmte essentielle Aminosäuren und Vitalstoffe so verändert werden, dass sie für den Organismus nicht mehr ausreichend sind und auch hinterher nicht mehr bedarfsdeckend zugesetzt werden können. Erinnern Sie sich an das erste Kapitel in diesem Buch, bei dem die veränderte biologische Wertigkeit zwischen rohem und gekochtem Eiweiß erklärt wird. Ich kenne auch keine einzige Katze, die sich ihre gefangenen Mäuse erst kocht, bevor sie sie frisst.

Außerdem sind die Mindestbedarfsmengen an allen Nährstoffen, weder für die Erhaltungsphase noch für die Fortpflanzungsphase bekannt, weil nicht erforscht.

Alle Nährstoffzusammensetzungen von Industriefuttermitteln sind also Schätzwerte.

 

Bekannt sind allerdings die ernährungsbedingten Krankheiten der Katze:

Herzerkrankungen, degenerative Erkrankungen wie die sehr schmerzhafte Arthose, Niereninsuffiziens, Verstopfung, Hautveränderungen, Krebs, Pansteatitis (Vitamin E- Mangel durch Büchsenfutter auf Thunfischbasis) und die bereits bei 40 % der Katzen vorkommende Adipositas (Fettsucht) mit all ihren gesundheitlichen Auswirkungen.

 

Die Veranlagung zur Adipositas wird der Katze oft bereits während der Aufzucht, durch zu schmackhaftes und zu wenig artgerechtes Futter angefüttert. Nur während der Aufzucht vermehren sich die Fettzellen, und jede Fettzelle zu viel will sich später auch füllen.

Die Katze frisst ein nicht vollwertiges, aber schmackhaftes Futter in zu großer Menge, weil das Hungergefühl sich nicht nur nach dem Kalorienbedarf, sondern auch nach dem Vitalstoffbedarf richtet.

Das Futter darf also, wie auch bei anderen Spezies nicht zu gut schmecken (Bonbons, Schokolade, Kuchen), damit eine bedarfsdeckende Futteraufnahme vom Tier selbst geregelt werden kann.

 

Auf der Grundlage einer Doktorarbeit über vegetarische Ernährung von Hunden und Katzen sowie mehrerer Gespräche mit Prof. Dr. Ellen Kienzle (Lehrstuhl für Tierernährung am Institut für Veterinärmedizin der Universität München) kann der Deutsche Tierschutzbund eine vegetarische Ernährung von Katzen aus Tierschutzgründen nicht empfehlen.

Außerdem kann bei Katzen eine Futterprägung dazu führen, dass das Tier später kein anderes Futtermittel mehr akzeptiert. Eine Futterprägung auf ein vegetarisches Futtermittel könnte eine spätere, eventuell notwendige Futterumstellung unmöglich machen. Eine Futterumstellung könnte beispielsweise auch dann notwendig werden, wenn sich herausstellen sollte, dass das vegetarische Futter den Nährstoffbedarf der Katze nicht decken kann. Daraus ergeben sich Gefahren für die Gesundheit der Katze, die nicht abschätzbar sind.

 

 

 

 

Text zu FOTO 11: Unser selbstgezogener Türkisch-Angorakater „Ricky“

 

2. ARTGEMÄßE FÜTTERUNG

Sollten Sie also keine Mäusejägerin haben und auch nicht an Eintagsküken herankommen, können Sie folgendes ausgewogenes Futter zusammenstellen, das auch für eine heranwachsende Katze geeignet ist:

 

150 g HACKFLEISCH ROH AUS WEIDEHALTUNG

50 g = 1 EI AUS FREILANDHALTUNG

50 g VOLLKORNREIS AUS BIOANBAU GEKOCHT

20 g ABWECHSELNDE GEMÜSE ROH + GANZ KLEIN GEHACKT

10 g WEIZENKEIMÖL KALTGEPRESST

2 MESSERSPITZEN ALGENKALK ALLE 2 TAGE

 

1 x die Woche ergänzen Sie diese Futterration bitte noch durch 50 g LEBER, wegen des hohen Gehaltes an Vitamin A, Eisen usw. Ab und zu können Sie auch, um etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bringen, das Ei mal durch Seelachs oder andere Fischsorten, natürlich roh, ersetzen.

Mit diesem Rezept haben Sie ca. 665 kcal. und 280 g Nahrung. Das reicht für ca. 3 Tagesrationen.

Sie brauchen also nur alle 3 Tage frisches Futter zuzubereiten, die beiden anderen Portionen können Sie möglichst luftdicht verpackt in den Kühlschrank legen oder einfrieren.

Geben Sie bis zum 6. Lebensmonat mindestens 3, ab dem 6. Monat 2 Mahlzeiten täglich.

Füttern Sie so, dass eine durchschnittliche Wachstumsrate erzielt und die Entwicklung eines schlanken Körpers gefördert wird. Vermeiden Sie maximale Wachstumsraten. Die Endgröße wird sowieso dieselbe sein, sie wird bei restriktiver Fütterung nur etwas später erreicht.

Sorgen Sie für ausreichend Bewegung.

 

 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 Hier fehlt das Kapitel  Wurmkuren und Impfungen aus dem original Text

Das Büchlein im Original kostet übrigens nur 5,- und wird Ihnen bei einer Bestellung unter Tel: 0170 4812483 gerne zugeschickt.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

WURMKUREN

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Osteopathie und Akupunktur für Pferde